Tja, wie bin ich auf Spocky gekommen ...
Das Thema Tierschutz/ Tierheim war damals noch irgendwie kein Thema für mich (rückblickend weiß ich überhaupt nicht warum). Ich mochte alle Hunde im Bekanntenkreis, ging auch mit einigen davon spazieren. Dann habe ich Punkti kennen gelernt. Punkti ist ein Australian Shepherd Rüde, eine damals noch ziemlich unbekannte Rasse. Punkti war einfach ein lustiger Hund, für jeden Schalk zu haben, wiff und flott .... und an was ich mich besonders erinnern kann: er hat so lustige Geräusche gemacht wenn man ihn gestreichelt hat ;-). Nicht unbedingt das beste Kriterium eine Hunderasse auszusuchen, aber damals ....
Nachdem endlich eine eigene Wohnung da war, das ok der damaligen Arbeitgebern den Hund mit in die Arbeit zu nehmen wurde Kontakt mit der Züchterin von Punkti aufgenommen und ich hatte mich für einen Welpen aus dem nächsten Wurf angemeldet. Doch dieser kam nicht zustande. "Aber ich kenne eine Züchterin in Deutschland, die hat noch einen Junghund über" war die Empfehlung der Züchterin.
"Einen Junghund über"? Warum? Trotz dieser Fragen rief ich an, ließ mir Fotos schicken .... und dann machten wir uns auf den weiten Weg von Wien nach Hohenwart (zwischen München und Ingolstadt) um den Hund kennen zu lernen.
Naja, was soll ich sagen .... Liebe auf den ersten Blick!
Spocky sollte sie heißen, der Name stand für mich schon fest bevor es den Hund gab. Spocky ist abgeleitet von Mr. Spock aus Raumschiff Enterprise, den fand ich immer schon beeindruckend mit seiner trockenen Art und seiner Intelligenz.
Am 1.3.1997 hab ich dann meine Spocky nach Wien geholt. Nun war sie da. 6 Monate alt und schon eine kleine Persönlichkeit.
Spocky habe ich damals ja nur unter der Voraussetzung geholt dass ich sie in die Arbeit mitnehmen kann und plötzlich war diese Vereinbarung ungültig und ich stand da mit dem pubertierenden Junghund. Eine Lösung musste her. Zuerst war´s eine Hundesitterin die Mittags zu Spocky kam - was natürlich gar nicht gut ging und an der Wohnungseinrichtung und einigen Kleidungsstücken Spuren hinterlassen hat. Eine andere Lösung musste gefunden werden und es fanden sich zwei liebe Menschen mit einem noch lieberen Hund, die sich bereit erklärten tagsüber auf Spocky aufzupassen. Also hieß es 2x täglich quer durch Wien zu pendeln, um Spocky zu ihnen zu bringen und wieder zu holen. Spocky hat es dort gut gefallen, so war die Situation zwar umständlich, aber für sie ok. Das war das Wichtigste.
Wie oft hörte ich in dieser Zeit: Gib doch den Hund ab, du hast ja nur Umstände damit.
Aber, ich hatte das Ganze eingeleitet, nun wollte ich auch damit umgehen. Spocky hat sich das ja nicht ausgesucht. Und außerdem, niemals hätte ich diese kleine Frohnatur hergeben können!!
Die Jahre vergingen, wir haben die eine oder andere Hundeschule ausprobiert, mit mehr oder weniger befriedigenden Ergebnissen und auch wenig Spaß für Spocky. Wozu dann überhaupt Hundeschule, geht ja auch ohne. Rückblickend - eine gute Hundeschule hätte mir sicher bei so manchen Problemen helfen können, aber der auf den damaligen Plätzen vorherrschende Kasernenton hat uns beiden nicht gefallen. Zusätzlich wirkten die Trainer nicht kompetent auf mich, außer Sitz, Platz, Fuß wurde dort nicht viel angeboten. Also keine Hundeschule. Spocky war immer bei den Pferden mit und wurde so ein sehr ausdauernder Reitbegleithund.
Nun ist sie 12, ich nenne sie den Sonnenschein meines Lebens!
Bei Spocky gibt es keine schlechte Laune, natürlich hat sie ein erfrischendes Quantum Sturheit mit dem ich manchmal noch kämpfe ... aber alles in allem ist sie eine wunderbare Begleiterin, hat sich als super Trainingsassistentin entwickelt, strahlt (meistens) eine sehr beruhigende Ruhe aus ... kurz und gut - Spocky ist einfach (m)ein Traumhund!